Bartimäus
Das Amulett von Samarkand
von Jonathan Stroud
Der Dämon Bartimäus wird eines Tages von Nathanael heraufbeschworen, einem hochnäsigen Zauberemporkömmling in der Ausbildung, der sich von seinem Meister unterfordert und hingehalten fühlt. Der Dämon soll ihm helfen sich an seinem Erzfeind Simon Lovelace, einem mächtigen Zauberer des Ministeriums zu rächen. Bärtimäus soll das Amulett von Samarkand stehlen, doch leider weiß Nathanael nicht, worauf er sich eingelassen hat. Denn bald schon steht Nathanaels Heim in Flammen…
Die Handlung wird uns abwechselnd von Nathanael und Bartimäus erzählt. Somit erhalten wir Einblick in die Denkensart eines Dämons, aber wir erfahren auch, dass Nathanael nicht so unbarmherzig ist, wie es am Anfang den Anschein macht.
Alles beginnt ganz harmlos mit einer Prüfung Nathanaels in einer kleinen Gesellschaft von Zauberern. Nathanael ist ein wissbegieriger Schüler, hat mehr gelernt und gelesen als sein Meister ahnt und hält der Prüfung stand. Mehr noch, er übertrumpft die Anforderungen, die an ihn gestellt werden. Leider ist er jedoch auch recht vorlaut und zieht sich so den Missfallen Lovelaces zu, der der Runde beiwohnt.
Bloßgestellt und von seinem Meister im Stich gelassen, der sich nicht schützend hinter ihn stellte, fasst Nathanael einen Racheplan. Er wird einen Dämon heraufbeschwören, was ihm zum jetzigen Ausbildungsgrad noch strengstens untersagt ist, und diesen das Amulett von Samarkand stehlen lassen, welches sich in Lovelace Besitz befindet. Dieses wird er im Arbeitszimmer des Meisters verstecken, um den Verdacht von sich selbst abzulenken.
Alles geschieht wie geplant; Beschwörung und Diebstahl laufen glatt. Doch hat Nathanael nicht mit der Tragweite seines Vorhabens gerechnet.
Das Amulett ist sehr wertvoll, es geschah ein Mord und ein Zauberer versucht die Alleinherrschaft an sich zu reißen. Mit Bartimäus’ Unterstütuzng, der letztlich doch so etwas wie Respekt vor seinem jungen Meister entwickelt, versucht Nathanael das Richtige zu tun, seinen Meister zu schützen und den Plan des Umstürzlers zu verhindern. Doch welchen Preis muss er letztendlich dafür zahlen?
Wunderschön erzählt, mit vielen überraschenden Einfällen und ausgezeichnet gelesen von Martin Semmelrogge, dem ich diese Charaktervielfalt in der Stimme nicht zugetraut hätte.
von Jeanne Birdsall
Lange schon ist im Haus der Penderwicks nichts aufregendes mehr passiert. Doch auf das, was sich zu Beginn der Geschichte ereignet, hätten die vier Penderwick-Mädchen Rosalind, Skye, Jane und Batty gut verzichten könne. Ihre Tante überreicht dem Vater einen Brief der verstorbenen Mutter, in dem sie ihn auffordert sich wieder mit Frauen zu verabreden.
So geht der Vater nun von einer Verabredung zur nächsten, während die Mädchen zu Hause ängstlich darauf warten, dass er ihnen ihre neue Stiefmutter vorstellt. Doch nichts dergleichen geschieht. Dann trifft sich er sich immer öfter mit der geheimnisvollen Mary Dashwood, die trotz mehrmaliger Einladung der Mädchen zu verschiedenen Anlässen nie erscheint. In der Zwischenzeit freundet sich die Familie auch mit der neuen Nachbarin und deren kleinem Sohn Ben an, der außer „Ente“ nicht viel mehr sagen kann. Batty ist begeistert. Vor diesem Hintergrund erlebt jedes Mädchen ihre eigenen kleinen Tragödien. Da ist Rosalind, die den nervigen Nachbarsjungen Tommy einfach nicht loswird, Skye und Jane machen gegenseitig ihre Hausaufgaben, was für eine von beiden bittere Folgen nach sich zieht, und Batty hat ein Problem mit „dem Fliegenmann“, der beinahe „Fanti“, ihren Stoffelefanten, überfahren hätte und eine gruselig große Brille trägt.
Hinreißend erzählt und gelesen von Sascha Icks, die die Figuren durch ihre Stimme aufblühen lässt und Bens „Ente“ zu meinem absoluten Lieblingswort erhoben hat. Die Verstrickungen, denen die Mädchen erliegen, sind eine willkommene Fortsetzung zu „Die Penderwicks“ von 2008. Ein wunderschönes Kinderbuch ab 8 Jahren, erschienen im Carlsen Verlag. Unbedingt hören oder lesen!!!
Die Pestärztin
von Ricarda Jordan
von Ricarda Jordan
Mainz 1330: In einem Stall im Judenviertel wird ein kleines blondes Mädchen geboren. Da die Mutter bei der Geburt stirbt, nimmt die Hebamme Rachel das Kind mit zu ihrer nächsten Entbindung, und findet dort schließlich ein zu Hause für die kleine Lucia. Diese wächst tagsüber gemeinsam mit der Tochter des Hauses Lea auf, und verbringt die Nächte bei der Familie einer Küchenmagd. Beide werden gemeinsam unterrichtet, wobei Lucia wesentlich mehr Eifer und Interesse an Sprache und Fertigkeiten zeigt als Lea. Sogar Arabisch lernt sie und beginnt das Buch eines arabischen Medicus zu studieren. Je älter die Mädchen werden, desto offensichtlicher werden auch ihre Unterschiede. Lea, die jüdische Kaufmannstochter, und Lucia, ein geduldetes christliches Findelkind. Schließlich wird Lucia in Lehre bei einem christlichen Schneidermeister gegeben, als sich nicht mehr leugnen lässt, dass David, der Sohn des Hauses ein Auge auf Lucia geworfen hat. Die räumliche Trennung kann die beiden jedoch auch nicht davon abhalten sich zu sehen, bis Lucia erkennt, dass es für sie und David keine Zukunft gibt. David scheint zunächst friedlich, bringt Lucia jedoch an Leas Hochzeit in eine missverständliche Situation, woraufhin sie nicht nur des Hauses, sondern auch ihrer Lehrstelle verwiesen wird. In ihrer Not verdingt sie sich als Küchenmädchen in einer christlichen Schenke, in der sie eines Tages einen medizinischen Rat geben kann und kurzerhand als Magd in ein christliches Haus berufen wird. Dort erlebt sie den Ausbruch der Pest mit und lernt den jungen Medicus Clemens kennen. Gemeinsam eröffnen sie dort ein Pesthaus, als Lucias Herrschaft der Krankheit erliegt. War es zunächst nur das Interesse an der Medizin, verbindet die beiden schnell mehr und sie heiraten. Doch dann erkrankt auch Clemens an der Pest und Lucia muss als angeprangerte Hexe fliehen. In Landshut macht sie sich ihre Ähnlichkeit mit Lea zu Nutze und schlüpft in deren Rolle, um beim Onkel Unterschlupf zu finden. Doch als sie verheiratet werden soll, ist auch David anwesend und gibt ihre wahre Identität preis. Nun steht Lucia auf der Straße. Wohin soll sie sich wenden? Ohne einen Pfennig Geld und jeglicher Perspektive. Sie hat so viele Schwierigkeiten und ausweglos erscheinende Situation heil überstanden. Sollte sie an dieser nun scheitern?
Eine herausragender historischer Roman, gelesen von Dana Geissler. Ihr Stil ist zunächst gewöhnungsbedürftig, wenn sie die tiefen Männerstimmern nachzuahmen sucht, doch ich habe mich nach anfänglichem Schmunzeln schnell damit angefreundet. Beinah atemlos habe ich der Verfolgung der Juden zu Mainz gelauscht und habe um Clemens getrauert, der dieser zum Oper fiel. Die Beschreibung einer starken Frau in schwerer Zeit ist Ricarda Jordan gut gelungen. Allerdings muss sie sich mit Kari Köster-Lösche vergleichen lassen, deren „Pestheilerin“ herausragend ist. Das Thema Pest scheint wieder hoch im Kurs zu stehen, und solltet ihr in dieser Richtung etwas lesen wollen, sind diese beiden Titel unbedingt zu empfehlen. Ebenso wie „Die Schwester der Zuckermacherin“. Dies ist allerdings ein Jugendbuch, wenngleich sehr gut erzählt.
Das Zweite Königreich
von Rebecca Gablé
England 1064: William der Bastard sichert sich im Erbfolgestreit die Krone und herrscht nun über Normandie und England. Vor diesem Hintergrund erzählt Rebecca Gablé die Geschichte Cædmons of Helmsby, einem jungen, englischen Adeligen, der unfreiwillig in das Machtgeflecht Williams gerät und dort als Vermittler und Übersetzer bei englisch-normannischen Schwierigkeiten und Auseinandersetzungen fungiert. Er steht hoch in der Gunst des Königs und ist einer der wenigen, die William dem Erboberer, wie er mittlerweile genannt wird, furchtlos ins Gesicht sagen, was sie denken und den Kopf trotz allem auf den Schultern behalten dürfen. Als treuer Berater steht und kämpft Cædmon an der Seite seines Königs, bis dieser eines Tages erfährt, an welche junge, normannische, und vor allem verheiratete Dame er sein Herz verloren hat. Die Frau seines besten Freundes Etienne fitz Osbern teilt gelegentlich mit ihm ihr Lager. Dies bringt ihr die Verbannung in ein normannisches Kloster und Cædmon den Verlust Etiennes Freundschaft und den Aufenthalt im Kerker ein. Denn für Ehebrecher kennt der König keine Gnade. Schließlich gelingt es den Verurteilten zu rehabilitieren und er darf an Williams Seite zurückkehren und ihn auf seinen Reisen von Kontinent zu Insel und von Insel zu Kontinent begleiten. All dies kann ihn jedoch nicht über die Liebe zu der verbannten Aliesa hinwegtrösten. Doch bald hat der Unglückliche keine Zeit mehr mit seinem Schicksal zu hadern, als sich der Adel gegen William, unter Führung dessen Sohnes Robert, erhebt. Cædmon und Etienne kämpfen noch einmal Seite an Seite. Doch die Erneuerung ihrer Freundschaft scheint ungewiss.
Das Hörbuch zu „Das Zweite Königreich“ erscheint in einer Hörspielfassung, die ich in dieser Form dankend annahm, als ich die Anzahl der mitspielenden Charaktere las. Allein 41 wichtigen Figuren galt es eine Stimme zu geben, und somit ist die vorliegende Umsetzung meiner Meinung nach die Beste. Jeder hat sicher schon von William dem Eroberer gehört, aber in diesem filmreifen, geschichtsgetreuen Spektakel werden Geschwistermord, Hochverrat und Gier, ausufernd in blutigen Schlachten, so anschaulich beschrieben, dass mich immer wieder ein kalter Schauer überlief. Das ist erlebte Geschichte die „Spaß“ macht. Wie trocken dagegen die Einträge im Internet, die ich anschließend noch einmal über William las, um die Authentizität herauszufinden.
Wenn ihr also Spaß an mittelalterlicher Geschichte haben wollt: Lest oder hört Rebecca Gablé!!!
Ich schreib dir morgen wieder
von Cecilia Ahern
Nachdem Tamaras Vater Selbstmord begangen hat, zieht sie mit ihrer Mutter zu Onkel und Tante aus dem Life Style Dublins in die ländliche Provinz. Kein Shoppen, keine Partys mit den Freundinnen, kein Kino. Als ob das alles noch nicht schlimm genug wäre, scheint ihre Mutter nach dem Tod ihres Mannes den Verstand verloren zu haben, und Onkel und Tante denken nicht daran, an dem apathischen Zustand etwas zu ändern. Die Tante ist der Meinung alles sei ganz wunderbar und wimmelt sogar den Arzt ab, den Tamara gerufen hat. Was will sie verbergen? Und was hat es mit dem mysteriösen Bungalow auf sich, in den die Tante Unmengen an Essen schleppt, und unbedingt verhindern will, dass Tamara dort herum stromert? Einen Lichtblick bringt schließlich Marcus, der mit der mobilen Bibliothek in der Einsamkeit auftaucht und Tamara auf Fantasiereisen nach Ägypten, Mexiko und … in ihre Zukunft mitnimmt. Denn im Bus findet Tamara ein Tagebuch, in dem ihre eigene Geschichte aufgeschrieben ist. Allerdings sind all diese Sachen noch nicht geschehen. Kann Tamara die Zukunft ändern? Und welche Rolle spielt die Nonne Schwester Ignatius bei der ganzen Sache?
Ein weiterer hervorragender Wurf von Cecilia Ahern. Die Geschichte ist wahnsinnig gut durchdacht, hält an jeder Ecke Geheimnisse bereit und ist so lebendig erzählt, dass ich der Tante zwischendurch am liebsten selbst den Hals umgedreht hätte! Zusammenfassend muss ich jedoch sagen, dass das Tagebuch einen seltsamen Stellenwert einnimmt. Es wirkt, als habe die Autorin die Geschichte fertig gedacht gehabt, jedoch fehlten die Verknüpfungen miteinander, und so schrieb sie das Tagebuch dazwischen, damit alles einen Zusammenhang erhält. Sicher wäre es auch ohne dieses Hilfsmittel gelungen. Doch dann hätte der Hauch der Mystik gefehlt, der ihre Bücher so einzigartig macht. Wie dem auch sei: Unbedingt lesen, bzw. hören, denn Josefine Preuß, allen bekannt aus „Türkisch für Anfänger“ hat bei der Hörbuchfassung einen phantastischen Job gemacht.
Das Geheimnis der Wölfe
von Christopher Ross
Im tief verschneiten Kanada, Stunden von Vancouver entfernt in der Wildnis lebt die 19- jährige Jessica mit ihrer Mutter Emily und einem Rudel Huskys. Im kältesten Winter ihres Lebens lernt Jessica Joey kennen, der als Gast auf die Ranch kommt, auf der Jessica arbeitet. Joey ist der typische L.A. Großstadtsnob und unleidlich bis zum Abwinken. Doch schon bald kann Joey sich dem Zauber der Landschaft und Jessicas nicht mehr entziehen.
Während die beiden sich immer näher kommen fahndet die Polizei fieberhaft nach zwei entlaufenen Verbrechern, die im Verlauf eines Bankraubes eine Angestellte erschossen haben. Sie halten sich irgendwo in der näheren Umgebung auf und versetzen das sonst so ruhige Fleckchen Erde in helle Aufregung. Gleichzeitig kommen die Wölfe aus den Bergen aufgrund der niedrigen Temperaturen immer weiter ins Tal und stellen eine weitere Bedrohung für die Bevölkerung und deren Viehherden dar. Eine alte Indianerin prophezeit Jessica die Wölfe würden ihr im Kampf mit einem der Verbrecher zur Seite stehen. Soll Jessica ihr wirklich Glauben schenken? Bald bleibt ihr nichts anderes mehr übrig, da sie und ihre Mutter während einer Tour mit dem Hundeschlitten auf die beiden Ausbrecher stoßen und Jessica angeschossen wird. Ihre Mutter begibt sich schnellsten auf Verfolgungsjagd und kehrt abends nicht zurück. Die Worte der Indianerin noch im Kopf macht Jessica sich auf die Such nach ihrer Mutter und trifft dabei auf einen der Männer. Stehen die Wölfe ihr wirklich zur Seite?
Ein spannend und liebenswert erzähltes Abenteuer in der kanadischen Wildnis, das mystisch angehaucht ist. Das Einbinden der indianischen Wurzeln wirkt leider ein wenig gezwungen. Mehr ist allerdings nicht zu beanstanden. Hervorragend gelesen von Annabelle Krieg, die jedem einzelnen Charakter Leben einzuhauchen versteht.
Ein unmoralisches Sonderangebot
von Kerstin Gier Robert Redford, Demi Moore und die unglaubliche Summe von 1 Million Dollar sind nicht etwa auch Gegenstand dieser Geschichte. Das einzige was beide verbindet ist das Geld. Auch hier wird die Summe von 1 Million geboten, allerdings sind es diesmal Euro. Und das nicht etwa nur für eine Nacht. Unsere Hauptperson Olivia, 33 Jahre alt und Gärtnerin von Beruf bekommt gemeinsam mit ihrem Mann das Angebot vom Schwiegervater. Sie soll mit ihrer Schwägerin Evelyn für sechs Monate die Männer tauschen, da Schwiegerpapa der Ansicht ist, seine Kinder hätten die falsche Partnerwahl getroffen. Unfassbarerweise lassen sich beide Paare auf das „unmoralische Sonderangebot“ ein, da der geizige Schwiegervater sich ausnahmsweise mal spendabel zeigt. Zunächst läuft alles nach Plan, doch als Evelyn beginnt in Olivias Haus zu renovieren und ein Auge auf den Schwager geworfen zu haben scheint, muss Olivia feststellen, dass bei ihr und ihrem Stephan schon lange nicht mehr alles stimmt. Ausschlaggebend ist schließlich die Entdeckung der Affäre die Stephan mit der Angestellten Petra hat. Olivia beschließt sich zu trennen, jedoch erst noch den Ablauf der sechs Monate nahen zu lassen um mit dem daraus gewonnen Startkapital ihre Gärtnerei groß raus zu bringen.
Stephan ist alles andere als begeistert.
Ein typischer Frauenroman der zu Herzen geht und ziemlich vorhersehbar ist. Natürlich trennen sich beide Paare. Die bodenständige Olivia, die nie im Leben Kinder haben wollte ist plötzlich schwanger von ihrem Schwager Oliver, mit dem sie letztlich auch zusammen zieht.
Stephan wird erfolgreicher Unternehmensberater und Evelyn bekommt einen hervorragenden Job in den USA. Vorhersehbar, aber herrlich kitschig und wunderbar gelesen von Irina von Bentheim.
Die Buchausgabe wurde mit dem DeLia-Literaturpreis ausgezeichnet.
Die Wunschliste
von Jill SmolinskyAls erstes sollte ich an dieser Stelle vielleicht anmerken, dass ich noch nie ein komplettes Hörbuch durchgehalten habe. Doch bei Jill Smolinskis "Wunschliste" hatte ich nach dem ersten Kapitel sofort ein Bild der Protagonistin vor Augen. Die Stimme passt einfach perfekt! Die Geschichte der "Wunschliste", so sollte man meinen, sei herzergreifend. Zwei Frauen fahren gemeinsam von einem Weight-Watchers-Treffen nach Hause, verunglücken, und nur eine überlebt. Von Schuldgefühlen geplagt, beschließt diese die Liste, die sie in der Handtasche der anderen gefunden hat, abzuarbeiten. Dort hat die Verstorbene 20 Punkte festgehalten, die vor ihrem 25 Geburtstag erledigt sein sollen. "Küsse einen Fremden" und "Sexy Schuhe tragen" sind da noch die einfachsten Punkte. Anders sieht es hingegen mit der Aufgabe "das Leben eines anderen Menschen verändern" aus. June hat keine Ahnung wie sie diesen Punkt angehen soll.
Tränen sind hier nicht vorprogrammiert. Natürlich ist auch was fürs Herz dabei, doch es darf auch aus vollem Hals gelacht werden. Ein MUSS für alle Bridget-Jones-Fans!!!
Für immer, Dein Dad
von Lola Jaye
Zu Ihrem 13. Geburtstag erhält Lois von ihrer Tante ein ganz besonderes Geschenk.
Ein grünes Notizbuch, das ihr Vater ihr hinterlassen hat, als er starb.
Zu jedem Geburtstag darf Lois nun ein Kapitel lesen. Damit die Zeit zwischen den einzelnen Kapiteln schneller vergeht hat der Vater auch eine Rubrik "Verschiedenes" angelegt, in der Lois bei Problemen Rat sucht, den sie von ihrer Mutter nicht erhält. Gerade zum Thema Männer hat ihr Vater einiges zu sagen, und Lois viele Fragen... Doch sie lernt auch das Leben aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Der Reiz dieses Hörbuchs liegt in der Aufteilung der Passagen. Lois führt uns durch ihre Jugend und Twen-Jahre. Ihr Dad Kevin kommt immer dann zu Wort, wenn Lois Geburtstag hat oder sie zwischendurch einen Rat benötigt. Die Erzähler Maja Schöne und Stephan Benson machen ihre Sache großartig, auch wenn ich anfangs mit Majas Stimme Probleme hatte. Auch im Lauf der Handlung habe ich mich des Öfteren an ihrer Art des Lesens gestoßen. Zusammenfassend lässt sich jedoch sagen, dass die Geschichte für alle Cecilia Ahern-Fans dringend zu empfehlen ist! Es war herrlich Lois von ihrem 13. Geburtstag bis zu ihrem 30. begleiten zu dürfen. Lacht, weint und schmunzelt mit Lois und ihrer verrückten Freundin Carla!!!
Für Cecilia Ahern Leser!!!
